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Heimfall

Nach Gesetz und Lehre ist das Heimfallrecht die Befugnis des Gemeinwesens, bei der Beendigung des von ihm begründeten Konzessionsverhältnisses, mit der Rückkehr der verliehenen Wasserkraft in seine Verfügungsgewalt auch die vom Konzessionär zur Ausnützung der Wasserkraft erstellten Anlagen samt den ihnen zugrunde liegenden dinglichen Rechten unentgeltlich zu erwerben.

Das Gesetz bestimmt, dass nach Ablauf der Wasserrechtskonzession - in der Regel 80 Jahre nach der Homologation durch den Staatsrat - der hydraulische (nasse) Werkteil der Kraftwerkanlagen unentgeltlich an das konzedierende Gemeinwesen fällt.

Für die Rhone ist dies der Kanton, für die Seitenbäche die Gemeinde(n). Je nach der Art des Bauwerks stellt der hydraulische Werkteil 65 bis 80 % des Anlagewertes dar. Der elektrische Werkteil, der je nach Art des Bauwerks 20 bis 35 % beträgt, kann von den Gemeinwesen gegen "billige Entschädigung" übernommen werden. mehr...